In dieser kleinen Serie möchte ich den einzelnen Disziplinen des Triathlonsports widmen. Zuerst angefangen natürlich mit dem Schwimmen.

Der normale Triathlet hasst das Schwimmen. Warum? Man zwängt sich in einen engen schwarzen Anzug, um sich danach von anderen tausenden Startern Hände und Füße um die Ohren schlagen zu lassen und dabei in einem verdrecktem und durch die Bewegungen der Mitstreiter aufgewühltem Tümpel die Orientierung zu verlieren. Den teilweise vorliegende Hass gegenüber der ersten Disziplin kann ich also nachvollziehen.

Schwimmen ist aber viel mehr als Kachelnzählen im Becken und Unterwasserschlägereien im See zu bestreiten. Wenn man nicht gerade einen Schwimmhintergrund hat, ist dies die Disziplin in der ein Triathlonanfänger wie ich die schnellsten Fortschritte macht. Warum? Schwimmen ist verdammt technisch. Die kleinste Änderung der Handhaltung beim Armzug, die Art und Weise den Kopf beim Atmen zu bewegen oder schlicht die Wasserlage haben einen erheblichen Einfluss, wie effizient man sich durch das Wasser bewegt. Ich erinnere mich zu gerne, wie ich im Training mit den Vereinskollegen einen Techniktipp erhielt, der mich von jetzt auf gleich 5 Sekunden auf 100m sparen lies. Auf 3,8 km macht eine solche Kleinigkeit immerhin mehr als 3 Minuten aus, die man sich nicht durch anstrengendes Training verdienen muss.

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Aufnahme beim Training durch Vereinskollege Karl. Ich bin der Herr mit der gelben Badekappe auf der zweiten Bahn

Meiner Meinung nach ist Schwimmen mehr als nur das notwendige Übel, um das ganze auch TRIathlon nennen zu können. Die annähernde Schwerelosigkeit des Körpers, das Vorbeirauschen des Wassers am Gesicht und das geile Gefühl, wenn man das Gleiten endlich mal hinbekommen hat, geben mir in der Regel genug Motivation für jedes Schwimmtraining. 
 

P.S.: An alle schwimmhassenden Triathleten empfehle ich übrigens mal meinen Wettkampfplan abzuschauen.  Warum? Bei meinen Starts habe ich bis jetzt folgende Bilanz: 1. Heilbronn: Schwimmen wegen Hochwasser ausgefallen, 2. Köln: Schwimmen wegen Gewitters fast ausgefallen, dann um 90 Minuten verschoben, 3. Hamburg: Fraglicher Start, da die Wasserqualität der Alster nicht den Anforderungen der Ironman Vorlagen genügt.