Die Superkompensation oder einfacher ausgedrückt der Trainingseffekt wird nicht laut der Trainingsliteratur nicht durch die Belastung erzielt, sondern durch die Entlastung nach dem gesetzten Reiz.
In der Grundlagenphase, die von Januar bis April geht, basiert mein Trainingsplan auf drei Belastungswochen mit hohen Umfängen und Trainingshäufigkeiten (ca. 12-15 Stunden pro Woche), gefolgt von einer Erholungswoche mit geringen Umfängen (ca. 7 Stunden pro Woche).
Allein das Wort Erholung klang nach den ersten Wochen des Jahres wie Musik in meinen Ohren. Am letzten Wochenende war ich so fertig, dass ich schon einen Blogartikel über die Formen der Erschöpfung schreiben wollte, aber es dann vor lauter Erschöpftheit nicht in einer zufriedenstellenden Form geschafft habe. Es ist schon erstaunlich, wie einen das körperliche Training auch geistig mitnehmen kann.
Die Entlastung im Training kam mir also gerade recht, vor allem weil ich neben der Vorbereitung auf den Ironman nebenberuflich seit September letzten Jahres ein Masterstudium absolviere.
Die weggefallende Zeit auf dem Rad oder der Laufstrecke konnte ich also gleich wieder am Schreibtisch investieren, da an diesem Wochenende die Klausuren vier und fünf des ersten Semesters anstehen.
Arbeiten, Studieren und Ironmantraining? Ich werde öfters gefragt, wie ich diesen etwas anderen Triathlon parallel hinbekommen möchte. Als ich letztes Jahr vor der Frage stand, ob ich tatsächlich alle drei Dinge angreifen möchte, habe ich es trotz damals fehlender Antwort gewagt und bin selbst erstaunt, dass man unter gewissen anderen Opfern und abschaffen mancher Zeitverschwender wie Fernsehen außerhalb der Indoorradsessions tatsächlich alle drei Dinge, zumindest nach dem ersten Klausurergebnissen in passabler Form schaffen kann. Indoorradfahren und 5-1 Champions League Sieg ist eine schöne Kombination
Da so langsam aber sicher meine Woche mit reduzierter Trainings- und gestiegener Lernzeit dem Ende zugeht, kann ich es schon kaum erwarten nächste Woche wieder mit gelöster Handbremse zu trainieren. Ohne auf große Erfahrung zurückzugreifen, deute ich dies als positives Signal, die Erholungswoche trotz des Lernpensums ihre beabsichtigte Wirkung zeigt. Ob sich dies auch in Leistungsverbesserung widerspiegelt sehe ich aber wohl erst nächste Woche.
In dieser kleinen Serie möchte ich den einzelnen Disziplinen des Triathlonsports widmen. Zuerst angefangen natürlich mit dem Schwimmen.
Der normale Triathlet hasst das Schwimmen. Warum? Man zwängt sich in einen engen schwarzen Anzug, um sich danach von anderen tausenden Startern Hände und Füße um die Ohren schlagen zu lassen und dabei in einem verdrecktem und durch die Bewegungen der Mitstreiter aufgewühltem Tümpel die Orientierung zu verlieren. Den teilweise vorliegende Hass gegenüber der ersten Disziplin kann ich also nachvollziehen.
Schwimmen ist aber viel mehr als Kachelnzählen im Becken und Unterwasserschlägereien im See zu bestreiten. Wenn man nicht gerade einen Schwimmhintergrund hat, ist dies die Disziplin in der ein Triathlonanfänger wie ich die schnellsten Fortschritte macht. Warum? Schwimmen ist verdammt technisch. Die kleinste Änderung der Handhaltung beim Armzug, die Art und Weise den Kopf beim Atmen zu bewegen oder schlicht die Wasserlage haben einen erheblichen Einfluss, wie effizient man sich durch das Wasser bewegt. Ich erinnere mich zu gerne, wie ich im Training mit den Vereinskollegen einen Techniktipp erhielt, der mich von jetzt auf gleich 5 Sekunden auf 100m sparen lies. Auf 3,8 km macht eine solche Kleinigkeit immerhin mehr als 3 Minuten aus, die man sich nicht durch anstrengendes Training verdienen muss.
Aufnahme beim Training durch Vereinskollege Karl. Ich bin der Herr mit der gelben Badekappe auf der zweiten Bahn
Meiner Meinung nach ist Schwimmen mehr als nur das notwendige Übel, um das ganze auch TRIathlon nennen zu können. Die annähernde Schwerelosigkeit des Körpers, das Vorbeirauschen des Wassers am Gesicht und das geile Gefühl, wenn man das Gleiten endlich mal hinbekommen hat, geben mir in der Regel genug Motivation für jedes Schwimmtraining.
P.S.: An alle schwimmhassenden Triathleten empfehle ich übrigens mal meinen Wettkampfplan abzuschauen. Warum? Bei meinen Starts habe ich bis jetzt folgende Bilanz: 1. Heilbronn: Schwimmen wegen Hochwasser ausgefallen, 2. Köln: Schwimmen wegen Gewitters fast ausgefallen, dann um 90 Minuten verschoben, 3. Hamburg: Fraglicher Start, da die Wasserqualität der Alster nicht den Anforderungen der Ironman Vorlagen genügt.
Ein guter Plan ist Fluch und Seegen zugleich. Fluch, weil er mir den Alltag außerhalb der Arbeitszeit bis ins kleinste Details vorschreibt und man nach dem man ihn befolgt hat, von einzelnen Einheiten so angeschlagen ist, dass man selbst in der verbleibenden Freizeit sich lieber in sein Bett wünscht, als auf Partys oder in eine Bar.
Seegen ist er, weil er das Training für eine Herausforderung wie meine so unglaublich einfach macht. Alles, was ich tun muss, ist mir für jede Woche vorgeschrieben.
In Spitzenzeiten ist der Trainingsplan tatsächlich heilig. Es wird jede Meterangabe beim Schwimmen befolgt, jedes Intervall genau im vorgeschrieben Pulsbereich gelaufen und keine Stabieinheit ausgelassen.
Dann gibt es Zeiten in denen der Plan eingehalten wird, wie bei einem Diktat in der Schule. Man muss schlicht das umsetzen was einem vorgegeben wird, ohne das einem der Inhalt gefallen muss.
Zu guter letzt gibt gibt es auch die dunklen und schweren Zeiten in denen der Plan unmöglich erscheint, einem der Körper zu einer Pause zwingt oder der Geist nach etwas Anderem lechzt. Das fiese dabei ist, dass eine dunkle Woche kann den gesamten Trainingserfolg mehrerer Spitzenwochen zunichtemacht, wie Reiner Calmund ein Wiener Schnitzel.
Gerade in den Zeiten in den man sich strikt an die vorgegeben Zeiten, Pulsbereiche und Kilometerangaben hält, entfaltet ein guter Plan seine ganze Magie und lässt einen Woche für Woche über den Fortschritt des eigenen Leistungszustandes staunen. So schafft er in mir den Glauben es tatsächlich schaffen zu können nach mehr als einer Stunde Schwimmen und einer sechststündigen Radfahrt einen Marathon zu laufen. Für mich bildet genau dieses Gefühl die Grundlage ihm noch akribischer zu folgen.
Eigentlich geht es, sobald man die Ambition für eine Langdistanz hat, nur noch um die folgenden Fragen: Wie gestallte ich Einheiten, um das Maximum in jeder Disziplin heraus zu holen? Wie packe ich möglichst viel Training in jede Woche, ohne es mit dem eigenen Körper zu übertreiben? Wie reihe ich diese Wochen aneinander, um am Tag X am Leistungshöhepunkt zu sein? Die Antwort, oder zumindest der Versuch einer, nennt sich Trainingsplan und diktiert einem Möchtegern-Ironman wie mir die Freizeit für Monate vor dem Rennen.
(Photo by Memegenerator)
Die Herausforderung Ironman war für mich immer eine Persönliche. Ich habe kein Zeitziel, möchte keine bestimmte Platzierung in meiner Altersklasse erreichen und Schwimme, Fahre und Laufe nur gegen mich selbst. Für mich habe ich daher früh die Entscheidung getroffen bei dieser Aufgabe auch selbst für mein Training verantwortlich zu sein.
Ein Trainingsplan ist eine Wissenschaft für sich. Ich bin mir sicher, dass gezielter vorbereitet wäre, wenn ein Trainer meine Einheiten plant, wenn ein Experte sagt, was man einem Körper wie meinem zutrauen kann und jemand mit Erfahrung weiß, wann eine Entlastungs- auf eine Belastungswoche zu folgen hat, um den Trainingseffekt voll auszuschöpfen.
Natürlich fange ich auch nicht ganz bei null und mit trial and error an, sondern orientiere mich an vorhandenen Langdistanztrainingsplänen. Ich lese Bücher über Trainingslehre, schaue Videos über Schwimmtechnik oder höre Podcasts über neue Erkenntnisse im Intervalltraining. Für mich birgt das Gedankenmachen über das Training einen ähnlichen Reiz, wie das Training selbst. Um ganz ohne Experimente auszukommen, bin ich doch zu Neugierig, sodass ich immer mal wieder neue Dinge im Trainingsalltag ausprobiere. Ob mich dieser Ansatz auch über die Ziellinie am Hamburger Rathausmarkt bringt, weiß ich noch nicht, aber er hat mich immerhin bis hierhin gebracht.
Ausschnitt aus meinem Trainingsplan der letzten Woche
Eines der schönsten Dinge an Sport ist, dass es kein absolut Richtig oder völlig Falsch gibt. Catenaccio kann genauso zum Gewinn der Champions League führen wie Tiki-Taka, man kann Baseballspiele mit einem Gefühl für den richtigen Schlag im richtigen Moment oder purer Statistik entscheiden und man kann auch mit verschiedensten Trainingsansätzen im Triathlon erfolgreich sein. Perfektion gibt es daher im Sport nicht, und wenn nur auf sehr wenige Aspekt bezogen oder über einen sehr begrenzten Zeitraum. Perfekte Trainingspläne gibt es in unserer Welt wohl ebenso wenig zu finden, wie die armen phantastischen Tierwesen, die als Vorlage für den Titel dieses Textes herhalten mussten.
Links des Rheins, da liegt ein Land in dem … – ja was eigentlich? Außerhalb der angrenzenden Nachbarn ist die Pfalz eigentlich nur für zwei Dinge bekannt: Helmut Kohl und Pfälzer Wein. Neben einer traumhaften Landschaft, die von den Gewässern des Altrheins, über zahllose Felder und Hügel bis in den Pfälzerwald reicht, besticht die Pfalz vor allem im Sommer mit einem mediterranem Klima. Ist man an warmen Sommerwochenende an der Weinstraße, ersetzt das jeden Urlaub, südlich der Alpen.Weingut an der Pfälzer Weinstraße Abgesehen von etwas Industrie in Ludwigshafen, Wörth und Kaiserslautern lebt diese Region vor allem von der Landwirtschaft. Es ist daher kein Zufall, dass man dem Pfälzern nachsagt einen bauernhaften Umgang zu haben. Oft stellen sich solche Klischees als Übertreibungen oder gar völlig falsch heraus, sobald man Einheimische der Region einmal kennenlernt. Nach sechs Jahren des zugezogenen pfälzer Daseins, kann ich sagen: Ein bisschen Wahrheit ist an diesem Klischee dran.
Die von Nicht-Pfälzern als bauernhaft bezeichnete Art, liebe vor allem deshalb so, weil sie mit einer unglaublichen Herzlichkeit, Offenheit und Ehrlichkeit einher geht. Hier ist kein Platz für oberflächliches Getue oder Selbstverliebtheiten und wenn sich ein Pfälzer auf den Schlips getreten fühlt, wird er nicht zögern es dir zu sagen. Die Pfälzer sind außerdem wahre Könige im genießen des Lebens, haben ein Weinglas, das woanders als Eimer durchgeht, haben unzählige großartiger Weinfeste und auch keine Skrupel Saumagen oder extra grobe Leberwurst zum Frühstück zu essen. (Und ja, Michael, ich meine hier dich)
Mir gefällt diese Ehrlichkeit im Umgang, die immer mit etwas Skepsis gegenüber neuen Dingen von der Welt hinterm Rhein, einhergeht. Ich mag diese Lebensfreude, die sich nur selten mit etwas Wehklagen über den Tabellenplatz des FCK abwechselt. Und ich liebe dieses Volk, weil es selbst einem Muschelschubser wie mir ein Gefühl von Heimat gibt.
Letzten Mai 2016 habe ich das Buch „Handbuch des Helden“ von Christopher McDougall gelesen. Dabei geht es um eine britische Undercover Mission während des 2. Weltkriegs. Thematisiert wird dabei auch, was uns Menschen Energie für nach unseren heutigen Maßstäben unmögliche körperliche Aufgaben gibt. Der Schlüssel liegt demnach in dem Leben, dass wir bis vor ca. 10.000 Jahren geführt haben, ohne Schutz vor tödlichen Gefahren, im ständigen Kampf ums tägliche überleben und ohne Ackerbau und Viehzucht. Der Theorie zur Folge verfügt unser menschlicher Körper trotz erheblicher Anpassungen an die landwirtschaftlich erzeugte Nahrung über Kräfte, die nur freigesetzt werden, wenn wir ihn mit der Jahrmillionen verfügbaren Nahrung mit Energie versorgen. Vor allem eine Ernährung auf Pflanzenbasis, sei der ideale Treibstoff für Höchstleistungen. Diese Ernährungsweise war vor ein paar Jahren als Paleoernährung im Trend und lebt aktuell in den auf den Aktionstischen der Buchhändler als low carb in etwas alltagstauglicher Form weiter. Egal, wie man das Kind am Ende nennt, zielen diese Ernährungsformen darauf ab, die Fettverbrennung, die wird durch unsere moderne westliche Ernährung powered by Mc Donalds und Coca-Cola verlernt haben, wieder zu aktivieren.
Cover des Buches Handbuch des Helden, Christopher McDougall, Blessing
Nach dem Mr. McDougall meine Neugier geweckt hatte, musste ich diese Ernährungsweise ausprobieren. Das hieß: Kein Getreide, kein raffinierten Zucker, keine stark verarbeiteten Lebensmittel, keine stärkereiche Gemüse, keine Hülsenfrüchte, keine Milchprodukte. Bleibt noch übrig: Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst und Früchte, Nüsse und Samen. All das, was die Natur vor der Erfindung der kultivieren Landwirtschaft hergab, wenn auch nicht in der Vielfalt und Verfügbarkeit wie es heutige Supermärkte tun. Stichwort Supermarkt: Die ersten Wochen kam ich aus keinem Supermarkt in unter einer halben Stunde heraus, weil ich die Inhalte eines jeden Produktes erst studieren musste. Es war für mich beim Lesen höchst erstaunlich, wie wenig Lebensmittel ohne Zucker oder diverse Zusätze auskommen. So wanderten vermeintlich gesunde und nach Paleoernährung vorgesehenen Lebensmittel wie Räucherfisch, Spinat, Apfelrotkohl, gefrorenes Obst, Schinken und Salami von meiner Hand nicht in den Wagen, sondern gleich wieder ins Regal.
Mit sich bringt diese Ernährung viel Zeit in der Küche. Da ich leidenschaftlich gerne koche, ist dies solange kein Problem, wie mein Berufsleben und Sport diese Zeit auch hergibt. Nach einem zehn stündigen Arbeitstag mit einer Stunde Pause, circa einer Stunde Wegstrecke, bis zu zwei Stunden Training unter der Woche und angepeilten 8 Stunden Schlaf bleibt diese Zeit trotz der theoretisch verbleibenden zwei Stunden nicht immer. So halte ich mich an die 80/20 Regel aus einem meiner Paleo-Kochbücher. 80% richtig und 20% so gut es geht. Wenn dann die Soße einer Dönerbox mit Fleisch und Salat auf Joghurt basiert und das Fleisch nicht von einem freilebenden und täglich vom Bauer 3 mal gestreichelten Kalb stammt, dann werde ich dadurch nicht vom Rad fallen und auch die nächste Laufeinheit überleben.
Blicke ich auf meine Bestleistungen mit und ohne Paleoernährung zurück, gibt keinen Zweifel, dass diese Ernährungsform nicht vollkommen falsch für mich sein kann. Ich konnte meine 10km Bestzeit innerhalb von eineinhalb Monaten um sieben Minuten steigern, ohne signifikant an Gewicht zu verlieren oder mein Training umzustellen. Den Unterschied bemerke ich vor allem bei langen extensiven Rad- oder Laufeinheiten, in denen ich es nach Stunden ohne Nahrungsaufnahme schaffe mein Anfangstempo zu halten.
Unter Ausdauersportlern, Ernährungsexperten und solchen die sich für beides halten, existiert seit dem Fett in dem 80er Jahren von staatlichen Ernährungsinstituten verteufelt wurde, eine wohl nie wieder endende Diskussion, welche Ernährungsweise nun die Beste und damit einzig Richtige ist.
Meine Meinung: Jeder Mensch ist anders, genau wie jeder menschliche Körper anders ist. Manch ein Stoffwechsel ist von Natur aus aktiver als der Andere. Manch einer isst und bleibt Haut und Knochen, ein anderer schaut Essen nur schief an und sieht aus wie das Michelinmännchen. Ok, ganz so extrem wie Fettleibige dies einem weiß machen wollen, ist es nicht. Ich weiß das, weil ich auch mal einer war. Wieder zu Sache: Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass es in der Elite eines jeden Ausdauersports Anhänger der verschiedensten Ernährungsweisen gibt. Egal ob low fat, Vegan, low carb, Paleo oder ganz ohne trendigen Namen, soll doch jeder Essen und Trinken was ihm gut tut. Und wenn jemand mit einer Diät aus Knäckebrot oder Gummibärchen am schnellsten rennt und er oder sie damit einfach am glücklichsten ist, soll es mir recht sein.
250g Hüftsteak (1 Stunde vor dem Anbraten aus dem Kühlschrank holen)
Öl/Fett zum anbraten
Meersalz und weißer Pfeffer
Zubereitung:
Ofen auf 180 Grad vorheizen
Gemüse waschen und schälen und in grobe Würfel schneiden
In einer großen Schüssel die Würfel in dem Olivenöl, Paprikapulver und ausreichend Meersalz schwenken
Den Schüsselinhalt in einer Auflaufschale mit Alufolie abgedeckt für mindestens zwei Stunden in den Ofen stellen
Circa 20 Min vor dem Servieren eine Pfanne (Idealerweise eine Grillpfanne) auf voller Stufe vorheizen
Fleisch 70 Sekunden scharf anbraten
Fleisch wenden und die Pfanne in den Ofen stellen
Fleisch je nach gewünschtem Garzustand herausnehmen
Gemüse auf dem Teller servieren
Fleisch in 5 mm starke Streifen schneiden und fächerförmig neben das Gemüse anrichten
Fleisch und Gemüse mit guter Portion Pfeffer und Salz versehen
Durch den langen Garprozess entwickelt das Gemüse einen unglaublich intensiven Geschmack. Spart nicht am Olivenöl, denn das gibt dem Essen die Note. Guten Appetit!
Warum kommt man plötzlich auf die Idee sein Lebensstil umzustellen? Für viele Menschen benötigt es ein schicksalhaftes Ereignis, wie eine Krankheit oder Todesfall eines nahen Verwandten. Zum Glück ist mir Diverses erspart geblieben.
Die Augen geöffnet hat mir vor zweieinhalb Jahren die App MyFitnessPal, in die man alle konsumierte Nahrung über den Tag einträgt und die App aus einer Datenbank die Nährstoffe addiert. Ich hatte mich bis dato nie mehr mit Kalorien, Mikro und Makronährstoffen beschäftigt, als dass ich wusste, dass es diese Begriffe gibt. Das bewusste Auseinandersetzen mit der Frage „Was esse ich über dem Tag?“ und vor allem „Was benötige ich überhaupt?“ war zu diesem Zeitpunkt für mich neu.
Sommer 2014
Nach dem ich 2014 begonnen hatte mich bewusster zu ernähren in dem ich meine tägliche Kalorienzufuhr reduzierte und weiter Kilometer lief, habe ich es geschafft zwischen Mitte August und Anfang Dezember 17 kg Körpergewicht zu verlieren und zum ersten Mal, seit Jahren mit 84 kg bei 184 cm Körpergröße wieder als annähernd normalgewichtig zu gelten.
Dezember 2014
Egal, was sich an einem äußerlich ändert, entwickelt sich am meisten im Kopf. Das Abschaffen von Gewohnheiten und Entwickeln neuer, die Zufriedenheit beim wöchentlichen Wiegen wieder etwas Ballast losgeworden zu sein, das Gefühl mit dem Anblick im Spiegel zum ersten Mal wirklich zufrieden zu sein, lässt einen das Leben mit neuen Augen sehen. Augen mit denen nichts unmöglich erscheint, wo Dinge an einem selbst nicht von Natur aus sind, sondern sich erst durch das tägliche Tun und Denken so entwickelt haben, wo man nur wollen muss, damit sich diese weiterzuentwickeln.Genau so herausfordernd, wenn nicht gar noch schwieriger, als in diesen Fluss zu kommen, ist es nachdem die Euphorie über das neue Leben verflogen ist, die guten Gewohnheiten beizubehalten, die Motivation zu finden besser als sein gestriges Ich zu sein und nicht in alte Muster zu verfallen. Wenn ich über die letzten 2 Jahre nachdenke, kann ich nicht beantworten, ob ich es seit dem jemals wieder in diesen Zustand des „Nichts ist unmöglich“ geschafft habe, weiß aber, dass ich nach wie vor in das ein oder andere schlechte Muster verfalle, keine Motivation für Training finde oder ungesundes Zeug in mich reinstopfe, in dem Glauben, dass ich es in diesem Moment zum Glücklichsein benötige. Aus solchen Phasen wieder herauszukommen ist für eine annähernd gleichgroße Überwindung, wie überhaupt anzufangen. Aber wo wäre denn der Spaß dabei, wenn alles im Leben einfach wäre?
Verändert hat mich diese Zeit trotz ab und zu wiederkehrender Muster dennoch, da ich ein völlig neues Bewusstsein für Ernährung und Interesse an Sport bekommen habe, dass mich seit dieser Zeit nicht mehr loslässt. Ich hätte mich vorher nie als schüchternen Menschen bezeichnet, aber sein Äußeres zu verändern, gibt einem auch außerhalb der Laufrunde ein neues Selbstbewusstsein. Wenn gut-aussehende und glückliche Menschen verschiedener Hautfarbe in Apple Imagevideos erzählen, dass die Apps X & Y ihr Leben verändert haben, dann kann das jeder für manipulatives Marketing halten. Ich weiß jedoch, dass ich diese Sätze nicht schreiben würde, wenn mir an einem warmen Augusttag in 2014 nicht diese App mit blauem Logo ins Auge gefallen wäre. Auch eine Form von Schicksal, irgendwie.